Gefährdungsbeurteilung – warum sie auch für Studenten relevant ist

Studierendenleben

04.02.2026

Gefährdungsbeurteilung – warum sie auch für Studenten relevant ist

Gefährdungsbeurteilung: mehr als ein Begriff aus dem Arbeitsrecht

Eine Gefährdungsbeurteilung beschreibt den systematischen Blick auf mögliche Risiken in einer Arbeits- oder Lernsituation. Ziel ist es, Gefahren frühzeitig zu erkennen und so zu reduzieren, dass Gesundheit und Sicherheit gewährleistet bleiben.

Für Studenten klingt das zunächst nach einem Thema für Arbeitgeber oder Behörden. In der Praxis betrifft es jedoch viele Situationen im Studienalltag – oft ohne, dass man es bewusst wahrnimmt.

Wo Studenten mit Gefährdungsbeurteilungen in Kontakt kommen

Viele Studenten arbeiten neben dem Studium. Ob im Café, im Einzelhandel, im Lager, im Labor oder im Büro: Überall dort, wo gearbeitet wird, muss geprüft werden, ob Risiken bestehen. Rutschige Böden, schweres Heben, Lärm, Chemikalien oder Bildschirmarbeit – all das fließt in eine Gefährdungsbeurteilung ein.

Auch im Pflichtpraktikum oder Werkstudentenjob ist sie relevant. Der Betrieb ist verpflichtet, Arbeitsplätze sicher zu gestalten und Risiken zu minimieren. Studenten profitieren davon direkt, auch wenn sie die Gefährdungsbeurteilung selbst oft nicht zu Gesicht bekommen.

Gefährdungsbeurteilung im Studium selbst

Nicht nur Jobs sind betroffen. Auch im Studium gibt es typische Gefährdungen:

  • Arbeiten im Labor mit Chemikalien oder Geräten
  • Praktische Übungen in Werkstätten oder technischen Räumen
  • Langes Sitzen und Bildschirmarbeit bei Hausarbeiten und Online-Vorlesungen
  • Psychische Belastungen durch Prüfungsstress, Zeitdruck und Leistungsanforderungen

Moderne Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigen deshalb nicht nur körperliche Risiken, sondern auch psychische Belastungen – ein Punkt, der für viele Studenten besonders relevant ist.

Warum das Thema für Studenten wichtig ist

Gefährdungsbeurteilungen sorgen dafür, dass Lern- und Arbeitsbedingungen angepasst werden: ergonomische Arbeitsplätze, klare Sicherheitsregeln, Pausenregelungen oder Schutzmaßnahmen. Sie helfen, Unfälle zu vermeiden und langfristige gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Gerade im Studium, in dem viele zum ersten Mal über längere Zeit am Bildschirm arbeiten oder körperlich belastende Nebenjobs ausüben, kann das einen großen Unterschied machen.

Was Studenten selbst tun können

Auch wenn die Verantwortung meist bei Hochschulen oder Arbeitgebern liegt, können Studenten aktiv mitdenken:

  • Sicherheitsanweisungen ernst nehmen
  • Bei unsicheren Situationen nachfragen
  • Auf ergonomische Sitzhaltung und regelmäßige Pausen achten
  • Psychische Belastungen nicht ignorieren

Wer früh lernt, Risiken zu erkennen und anzusprechen, profitiert davon auch später im Berufsleben.

Sicherheit im Studium beginnt früher als gedacht

Die Gefährdungsbeurteilung ist kein fernes Verwaltungsthema, sondern Teil des studentischen Alltags – im Nebenjob, im Praktikum und im Studium selbst. Sie sorgt dafür, dass Lernen und Arbeiten sicher bleiben und die Gesundheit nicht auf der Strecke bleibt.

Wer das Thema versteht, ist besser vorbereitet – nicht nur fürs Studium, sondern auch für den späteren Beruf.

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