Studierendenleben
02.02.2026
Unter Binge Watching versteht man das Anschauen von mehreren Folgen einer Serie oder sogar ganzen Staffeln am Stück, oft über mehrere Stunden, ohne längere Pausen. Dieses Verhalten hat sich durch Streaming-Dienste etabliert und ist besonders bei jungen Erwachsenen weit verbreitet. Es ist nicht nur eine Beschreibung von Serienkonsum, sondern ein Verhaltensmuster: kontinuierliches, lang andauerndes Schauen ohne Unterbrechung.
Für viele Studierende ist Serienmarathon ein vertrauter Begleiter: nach einem langen Uni-Tag, in Klausurphasen als „Entspannung“ oder einfach in der Freizeit mit Freunden. Streaming-Plattformen laden dazu ein: automatische Abspiel-Funktionen, neue Staffeln und endlose Auswahl machen es leicht, weiterzusehen, auch wenn die Zeit knapp ist.
Binge Watching kann ganz bewusst zur Entspannung genutzt werden. Wenn Serien gemeinsam mit Kommilitonen gesehen werden, schafft das gemeinsame Erlebnisse und Gesprächsstoff. In stressigen Phasen kann ein Serienabend kurz Erholung bringen und Ablenkung von Druck und Leistungsstress.
Gleichzeitig zeigt Forschung: Intensives Binge Watching kann Studierenden das Lernen erschweren. Wer regelmäßig mehrere Stunden am Stück Serien schaut, verschiebt oft Aufgaben oder Aufschub von Uni-Arbeit wird verstärkt, was Motivation und Zeitmanagement belasten kann.
Lange Streaming-Nächte können deinen Schlafrhythmus durcheinanderbringen. Später ins Bett gehen, schlechter einschlafen und Müdigkeit am nächsten Tag – das wirkt sich direkt auf Konzentration und Leistungsfähigkeit aus.
Exzessives Schauen über längere Zeit wird in Studien mit geringerer Selbstkontrolle und niedrigem Fokus in Verbindung gebracht, was wiederum Uni-Leistung und Lernverhalten beeinflussen kann. Viele Studierende berichten, dass sie schwerer „aus dem Serien-Modus herauskommen“, auch wenn wichtige Aufgaben warten.
Das bedeutet nicht, dass Serien generell schlecht sind – im Gegenteil: Sie gehören für viele zur Freizeitgestaltung dazu. Entscheidend ist, wie bewusst du deinen Konsum gestaltest:
Binge Watching ist Teil der modernen Mediennutzung und für viele Studenten ein vertrautes Ritual. Richtig eingesetzt kann es als Belohnung oder entspannender Ausgleich dienen. Problematisch wird es, wenn es zum Automatismus wird und Studium, Schlaf oder soziale Kontakte verdrängt. Eine bewusste Balance zwischen Medienkonsum und Lebensalltag macht den Unterschied: Dann genießt du Serien, ohne dabei dein Studium und dein Wohlbefinden zu belasten.
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