Diese 5 Recruiting-Tipps erleichtern die Bewerberauswahl

Diese 5 Recruiting-Tipps erleichtern die Bewerberauswahl

Kategorie: Personalsuche

Ein Bewerbungsprozess ist nicht einfach. Weder für Bewerber, noch für Personaler. Besonders auf beliebte Stellen gibt es häufig eine Bewerberflut, was die Personalauswahl regelmäßig zu einem mehrwöchigen Prozess umgestaltet. Schließlich wollen alle Unterlagen sorgfältig gesichtet werden, Vorauswahlen müssen getroffen werden und die finale Entscheidung trifft sich auch nicht von selbst. Recruiting ist aber nicht nur ein langwieriger Prozess, der fachliches und objektives Urteilsvermögen erfordert, sondern gleichzeitig einer der wichtigsten Prozesse eines Unternehmens. Motivierte Mitarbeiter bilden schlussendlich die Basis jeder erfolgreichen Firma, weshalb Fehler bei der Bewerberauswahl teure und langfristige Folgen haben.

Wie treffen Sie als Personaler also diese wichtigen Entscheidungen? Setzen Sie den Fokus auf die Lebensläufe der Bewerber? Treffen Sie Ihre Auswahl nach Bauchgefühl? Oder selektieren Sie strikt nach Anforderungen? So verschieden diese Ansätze sind, so schwer kann sich die endgültige Personalauswahl gestalten. Die fünf folgenden Tipps helfen Ihnen deshalb nicht nur dabei, den Überblick zu behalten, sondern auch eine fundierte Entscheidung zu treffen. Sowohl für die Bewerber, als auch für Ihr Unternehmen.

Recruiting-Tipp 1: Definieren Sie die Anforderungen!

Gutes Recruiting beginnt noch vor dem Schreiben der Stellenanzeige. Viele Unternehmen bemerken einen Mangel an Personal in einem bestimmten Bereich, stimmen sich mit dem Vorstand ab und verfassen anschießend eine Stellenausschreibung für die berühmte, eierlegende Wollmilchsau.

Das ist aus zwei Gründen eine schlechte Idee. Erstens verschrecken Sie so Bewerber, die eine realistische Selbsteinschätzung haben. Zweitens werden Sie trotzdem Bewerbungen enthalten. Und zwar von Bewerbern, die definitiv nicht alle Anforderungen erfüllen, aber ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen. Recruiting erinnert in diesem Fall eher an ein Lotteriespiel.

Damit Ihnen das nicht passiert, sollte Ihre Stellenbeschreibung konkrete und realistische Anforderungen enthalten, mit denen jeder Bewerber etwas anfangen kann. Eine Absprache im Vorhinein mit Kollegen und Vorgesetzten hilft Ihnen dabei, Muss- und Kann-Anforderungen zu unterscheiden. So erhalten Sie eine höhere Anzahl von Bewerbungen, die zu Ihren Vorstellungen passen.

Recruiting-Tipp 2: Das Vorstellungsgespräch, Ihre Fragen, Ihre Vorbereitung

Nicht nur die Kandidaten müssen sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Bei einem professionellen Recruiting bereitet auch der Personaler individuelle Fragen je Bewerber für das Gespräch vor.

Anhand des Anschreibens lassen sich bereits viele Informationen erstellen, die Ihnen ein Bild des Bewerbers ermöglichen. Die Aufgabe im Vorstellungsgespräch ist es nun, dieses Bild scharf zu zeichnen. Das gelingt Ihnen nur, wenn Sie mit gezielten Fragen die fachlichen Kompetenzen und die Soft Skills des Bewerbers in Erfahrung bringen.

Ein wichtiges Einstellungsmerkmal ist dabei die Persönlichkeit der einzelnen Kandidaten. Junge, dynamische Startups brauchen andere Charaktere, als Traditionsunternehmen. Durch gezielte Fragen zu Freizeitaktivitäten finden Sie heraus, ob Unternehmen und Bewerber zusammenpassen. Auch der Umgang mit Kollegen spielt im Arbeitsalltag eine entscheidende Rolle. Beobachten Sie daher das Verhalten der Kandidaten und stellen Sie eine kleine, jobbezogene Aufgabe. Meistert der Bewerber diese Aufgabe in der herausfordernden Situation eines Vorstellungsgespräches ohne Probleme? Dann können Sie sicher sein, einen fähigen und kompetenten Kandidaten gefunden zu haben.

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Recruiting-Tipp 3: Zahlen und Fakten oder Bauchgefühl?

Personalabteilungen müssen heute bei der Bewerberauswahl viele Faktoren berücksichtigen. Insbesondere das Thema Gleichstellung ist ein Faktor, der es unmöglich macht, nach Bauchgefühl auszuwählen. Rechtliche Konsequenzen, ein schlechter Ruf oder im besten Fall noch die Wiederaufnahme des Bewerbungsverfahrens sind Folgen, die subjektive Entscheidungen nach sich ziehen können.

Bei der Personalauswahl ist das Bauchgefühl also ein schlechter Ratgeber. Um eine objektive Entscheidung treffen zu können, brauchen Sie Zeit. Auch wenn die meisten Unternehmen inzwischen über eine eigene Personalabteilung verfügen, wird sich diese Zeit selten genommen. Indem Sie aber alle Fakten und Informationen zusammentragen, können Sie überhaupt erst eine kluge und sachkundige Entscheidung treffen.

Die Basis einer erfolgreichen Personalauswahl ist also Zeit. Wenn motivierte Mitarbeiter die Basis für den Erfolg Ihres Unternehmens sind, sollte eine Einstellung nicht zwischen Tür und Angel erfolgen.

Recruiting-Tipp 4: Stellen Sie Ihre Entscheidung in Frage.

Selbstverständlich bevor Sie Ihre Entscheidung mitteilen. Dieser Tipp ist entscheidend für die richtige Bewerberauswahl. Nur selten kann eine einzelne Person die richtige Entscheidung für ein ganzes Unternehmen treffen. Auch wenn dieser Schritt Zeit kostet, lohnen sich die folgenden drei Fragen auf lange Sicht:

  1. Sind die Risiken Ihrer Auswahl überschaubar? Es ist fast unmöglich, einen neuen Mitarbeiter zu finden, der alle Anforderungen aus Ihrem Wunschprofil erfüllt. Personaler müssen daher Abstriche machen und Risiken verschiedener Bewerber gegeneinander abwägen. Was kann im schlimmsten Fall passieren und was ist der Mehrwert für Ihr Unternehmen im besten Fall? Der schlimmste Fall sollte keine gravierenden Folgen nach sich ziehen, der beste Fall dagegen einen deutlichen Vorteil bieten.
  2. In welchem Verhältnis stehen Kosten und Nutzen zueinander? Diese Rechnung rechnet sich im wahrsten Sinne des Wortes. Ein neuer Mitarbeiter ist immer eine Investition, die sich so schnell wie möglich rentieren sollte. Was also erwarten Sie sich von dem neuen Mitarbeiter und sind die Ausgaben dafür angemessen?
  3. Unterstützen Ihre Mitarbeiter die Entscheidung? Diese Frage ist entscheidend, da Ihr Wunschkandidat später in diesem Team arbeiten muss. Nur wenn die Mehrheit hinter Ihrer Entscheidung steht, kann der Einstellungsprozess positiv begonnen werden.

Diese drei Fragen sollten Sie sich vor jeder finalen Entscheidung stellen. So bewahren Sie Ihr Unternehmen vor unüberschaubaren Risiken, Fehlinvestitionen und einer schlechten Stimmung im Team.

Recruiting-Tipp 5: Handeln Sie!

Wenn Sie alle Informationen aus Anschreiben, Lebenslauf und dem Vorstellungsgespräch zusammengetragen haben, verfügen Sie über eine gute Entscheidungsgrundlage. Zusammen mit den Ergebnissen der drei Fragen haben Sie an diesem Punkt alle Ergebnisse für eine fundierte und objektive Entscheidung vor sich liegen.

Viele Personaler machen sich an diesem Punkt über die unvorhersehbaren Konsequenzen Gedanken, die jeder Einstellungsprozess notwendigerweise nach sich zieht. Mit Ihren klaren Angaben im Stellenprofil, Ihrer Checkliste für die einzelnen Kandidaten und den individuellen Fragen im Vorstellungsgespräch haben Sie die Risiken soweit wie möglich reduziert.

Aus diesem Grund können Sie nach diesem Vorgehen eine klare Entscheidung treffen, ohne sich von Unwägbarkeiten lähmen zu lassen. Lange Wartezeiten können an diesem Punkt des Prozesses zudem wieder negative Konsequenzen nach sich ziehen. Da Bewerber in diesem Zeitrahmen auch andere Zusagen bekommen können, reduziert sich Ihr Bewerberpool.

Eine Verzögerung der finalen Auswahl ist aufgrund von Unsicherheiten also fehl am Platz. Den perfekten Kandidaten gibt es nicht. Aber den Geeigneten, den Sie mit diesen Tipps ohne Schwierigkeiten finden werden.


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