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Mit einem Nebenjob als Nachhilfelehrer lässt sich das Studium gut finanzieren.

Studentenjob Nachhilfelehrer: Wie du mit Nachhilfe dein Studium finanzierst

Kategorie: Jobsuche

Um wenige Jobs ranken sich so viele Gerüchte, wie um die Nachhilfelehrer. Muss man dafür ein Mathematikgenie sein? Wie kommt man überhaupt an Schüler? Und ist ein geregelter Nebenjob für Studenten nicht viel einfacher? Lies hier, warum es sich auf jeden Fall lohnt, trotzdem über einen Nebenjob als Nachhilfelehrer nachzudenken. Warum Nachhilfe als Nebenjob ganz anders ist, als du gedacht hast. Und warum vielleicht gerade du für den Job geeignet bist.

Der Studentenjob Nachhilfelehrer hat ungefähr den gleichen Status wie eine Vorlesung in Mathematik. Jeder Student hat schon davon gehört, aber keiner hat so richtig verstanden, worum es geht und wie das funktioniert.
Dabei ist Nachhilfeunterricht als Job eine wirklich gute Sache. Nicht nur für deinen Geldbeutel, sondern auch für dich als Nachhilfelehrer.

Es geht nämlich bei Nachhilfe um mehr, als bloßes Geld verdienen. Du lernst, dein Wissen richtig rüber zu bringen, dich auf deinen Schüler einzustellen und auch mal richtig kreativ zu denken, um deine Lösungen an den Mann (oder den Schüler) zu bringen. 

Das sind Fähigkeiten, die dich im späteren Berufsleben und deinen künftigen Jobs ganz schön nach vorne bringen können. Wenn du also gerade darüber nachdenkst, ob du dir durch einen Nebenjob ein bisschen Geld dazu verdienen möchtest, könnte Nachhilfe für dich eine tolle Chance sein.

Warum es generell eine gute Idee ist, neben dem Studium zu arbeiten, kannst du hier lesen. Um herauszufinden, ob sich dafür Nachhilfeunterricht als Job eignet, kannst du jetzt herausfinden!

Du und Nachhilfe. Eine gute Idee?

KlassenzimmerGleich zum Anfang: Nachhilfe geben kann jeder Student. Du musst dafür keinen Doktortitel in Mathematik vorweisen oder dreimal um die Welt gereist sein. Ganz simpel bedeutet Nachhilfe, du weißt etwas, was jemand anderes nicht weiß. Und du erklärst es der Person in Form von regelmäßigem Unterricht.

Unterricht klingt für die meisten Studenten erst einmal fremd, wenn man nicht gerade Lehramt studiert. Da denkt man direkt an Bücherstapel, professionellen Förderunterricht und ganze Klassenzimmer voller lärmender Schüler. 

Die gute Nachricht ist, dass das wenig mit Nachhilfe zu tun hat. Wenn du Nachhilfeunterricht gibst, handelt es sich dabei meistens um einen Schüler oder eine kleine Gruppe.
Außerdem wissen alle Beteiligten, dass es sich um einen Studentenjob handelt und erwarten von dir keine minutiös abgestimmte Lehrveranstaltung.

Trotzdem gibt es ein paar Eigenschaften, die du mitbringen solltest, wenn du überlegst, neben deinem Studium als Nebenjob Nachhilfe zu geben:

  • Du solltest dich in deinem Fach richtig gut auskennen um Nachhilfe geben zu können. Dafür musst du kein Genie in z. B. Mathematik sein. Aber du musst die Inhalte und Zusammenhänge so gut kennen, dass du sie aus dem Stehgreif in den Unterricht einbinden kannst.
     
  • Nachhilfe ist ein Job für einen Studenten mit starken Nerven. Dein Studium ist grade in der Klausurenphase? Du hast noch einen zweiten Job? Dein Schüler versteht auch beim dritten Mal nicht, was du möchtest? Hier hilft nur die stoische Geduld eines Esels.
     
  • Nachhilfeunterricht ist nichts für Studenten mit der Mentalität eines einsamen Wolfes. Hier ist eine freundliche, ruhige Art nötig um auch den panischsten Schüler vor der nächsten Klassenarbeit in Mathe zu beruhigen. Außerdem musst du in diesem Job mit den Eltern deines Schülers klarkommen. Mit den Eltern! Das kann schwieriger sein als die Klassenarbeit in Mathe selber.
     
  • Du solltest außerdem in der Lage sein, auch mal streng durchzugreifen. Wenn dein Schüler sich während der Nachhilfe mit dem Handy anstatt mit der Mathematikaufgabe beschäftigt, darf das freundliche Lächeln mal kurz in der Tasche bleiben. Nachhilfe ist immer auch ein Stück weit Erziehung.

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Welche Fächer eignen sich für Nachhilfeunterricht?

Im Prinzip kannst du in jedem Fach Nachhilfe geben. Sogar in Chinesisch. Aber natürlich ist es hier wie in anderen Jobs: die Nachfrage ist in bestimmten Bereichen besonders hoch. Ganz besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern, gerade in Mathe, wird am meisten Nachhilfe gesucht. Wenn du an deine eigenen Erfahrungen mit Unterricht in Mathe denkst, ist das auch kein Wunder. Kaum ein Professor in Mathematik kann gleichzeitig auch noch erklären.

Wenn du also gleichzeitig Mathe-Student bist und gute Erklärbär-Qualitäten hast, wirst du der Renner auf dem Nachhilfemarkt sein. Aber auch als weniger ausgeprägtes Genie kannst du Unterricht in Naturwissenschaften geben. Es gibt genug Anfragen für Nachhilfe in den unteren Klassenstufen, bei denen die Themen leichter sind. Solange du bereit bist, dich für diese Art von Studentenjob ein bisschen einzulesen, bist du bestens vorbereitet!

Wie funktioniert Nachhilfe genau?

Tisch_mit_Stuehlen_NachhilfeEin Studentenjob als Nachhilfelehrer unterscheidet sich von normalen Jobs auch dadurch, dass du meistens in keinem Angestelltenverhältnis arbeitest. Es gibt dabei zwei Hauptmöglichkeiten, um Nachhilfe als Nebenjob geben zu können. 

Die erste Möglichkeit für Studenten besteht darin, auf selbstständiger Basis für Nachhilfeagenturen zu arbeiten. Das hat ein paar Vorteile, gerade wenn du noch nie Nachhilfe gegeben hast.

Eine seriöse Agentur stellt dir nämlich Unterrichtsmaterial zur Verfügung, häufig auch Räumlichkeiten und zahlt dir vor allem eine Pauschale, falls dein Schüler absagt. Diese Art der Nachhilfe als Studentenjob ist ein bisschen geregelter. 

Wenn du schon ein bisschen Erfahrung in dem Job als Nachhilfelehrer hast, kannst du aber auch auf eigene Faust losziehen und dir Nachhilfeschüler suchen. Das hat den Vorteil, dass du deine Bezahlung selber bestimmen kannst. Außerdem kannst du deine Nachhilfe-Termine freier gestalten.

Wichtig ist hierbei, aktiv auf die Suche zu gehen und auf geeigneten Portalen seriöse Job-Anzeigen durchzusehen. Das kannst du zum Beispiel auf der Stellenwerk-Jobbörse bei den privaten Jobangeboten machen. Aber wie bei jedem anderen Job gilt auch hier: einfach anfangen. Dann ergibt sich der Rest meistens von selbst.

Alle Vorteile von Nachhilfelehrern auf einen Blick

  • Verabschiede dich von grauen Bürowänden. Nachhilfe geben wirst du überall. Im pinken Plüschzimmer einer Grundschülerin, neben dem gruseligen Wachhund der Familie und in vollgestopften Küchen von Großfamilien. Langweilig wird das sicher nie!
     
  • 8-Stunden Schichten an der Tankstelle um die Semestergebühren zu bezahlen? Solche Jobs sind für die meisten Studenten, die als Nachhilfelehrer arbeiten, keine Option. Denn man verdient im Nachhilfe-Job mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 15-20 Euro eine ganze Menge.
     
  • Spätestens nach der dritten Nachhilfestunde bist du nicht mehr der seltsame Student, sondern Lebensberatung, großer Bruder oder Schwester und Elternteil auf einmal. Hier wirst du bestens auf alle schwierigen Arbeitskollegen vorbereitet, die dir jemals begegnen werden!
     
  • Du möchtest einfach mal spontan verreisen? Vor der nächsten Klassenarbeit deines Schülers ist das keine gute Idee. Aber ansonsten ist Nachhilfeunterricht eine der flexibelsten Möglichkeiten um nebenbei Geld mit einem Studentenjob zu verdienen. Du entscheidest selber, wann und wieviel du arbeitest.

Du bist auf der Suche nach einem Nachhilfejob? Zu unseren Jobbörsen auf den stellenwerk-Portalen geht es hier:

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.