Studentenjob Komparse: Wie du als Statist dein Studium finanzierst

Kategorie: Jobsuche

Geld verdienen neben Studium kostet meistens einiges an Zeit und Nerven. Wenn du schon länger neben dem Studium arbeiten gehst, kennst du folgende Situation: Nach einer langen Schicht kommst du völlig erledigt in die WG und das Letzte woran du denkst, ist deine nächste Vorlesung vorzubereiten. Vielen Studenten geht es genauso, weshalb sich die Suche nach einem Job lohnt, nachdem du auch noch Kraft für dein Studium hast. Ideal sind natürlich Jobs, bei denen du sogar lernen darfst und dafür bezahlt wirst. Wie wäre es daher mit dem Studentenjob Komparse?

Zugegeben, Komparsen verbessern nicht unbedingt ihre Berufschancen, erfinden das Rad neu oder knüpfen Kontakte für die Karriere. Aber sie verdienen ganz entspannt Geld. Genau das ist es, was sich viele Studenten wünschen. Wenn auch du auf der Suche nach interessanten und entspannten Jobs bist, dann lohnt sich eine kurze Recherche über Komparsen und ihre Aufgaben. Vielleicht wird es ja auch dein neuer Studentenjob?
Aber was muss man als Komparse eigentlich mitbringen und welche Eigenschaften werden gesucht? Können diese Jobs der Einstig in das Filmgeschäft sein? Welche Vorteile hast du mit Jobs als Kleindarsteller? Und wie findest du überhaupt die spannenden Castings und verdienst dein erstes Geld? Rund um diese Fragen findest du hier Antworten. Das Wichtigste kommt dabei wie immer zuerst: Was machen Komparsen eigentlich?

Komparsen im Film: Was machen die eigentlich?

Wenn du schon einmal einen Film geschaut hast, dann stell dir jetzt einmal vor, wie dieser Film ohne die Kleindarsteller im Hintergrund aussähe. Ziemlich einsam oder? Genau aus diesem Grund werden für das TV, aber auch für größere Produktionen immer wieder eine ganze Menge Komparsen gesucht. Auch beim Theater werden regelmäßig Statisten eingesetzt.
Die Aufgaben von Komparsen sind dabei schnell zu beschreiben: Schauspielern im Hintergrund, nicht auffallen und Regieanweisungen folgen. Als Komparse bist du ein lebendes Requisit, um die Film- oder Theaterkulisse so realistisch wie möglich zu gestalten. 
Dabei können für den Dreh eines Kinofilms auch einmal mehrere hundert Komparsen angefragt werden, was dir ein kurzfristiges Engagement verschafft. Oder du verdienst dir mit einem regelmäßigen Nebenjob als Komparse im Filmstudio die Brötchen. Der Vorteil hier liegt auf der Hand: Die Brötchen sind meistens schon dabei und auch dein Sparschwein freut sich über eine regelmäßige Spende.

Du als Kleindarsteller: Was solltest du mitbringen?

Wenn dir die Aufgaben von Komparsen zusagen und du jetzt selbst überlegst, es einmal zu versuchen, dann solltest du dir über deine Stärken bewusst werden. Der Job macht schließlich nur Spaß, wenn du von Natur aus die meisten der folgenden Eigenschaften mitbringst:

  • Selbstbewusstsein. Komparsen halten sich zwar meistens im Hintergrund auf, je nach Erfahrung und Bedarf kann aber auch einmal eine Sprechrolle daraus werden. Da ist es gut, das Lampenfieber unter Kontrolle zu haben und sich zwei bis drei Sätze einfach merken zu können.
  • Durchhaltevermögen. TV sieht einfacher aus, als es ist. Nicht selten brauchen die Schauspieler über 20 Takes, bis der Regisseur mit der Szene zufrieden ist. Da musst du als Komparse brav 20-mal von A nach B zockeln. Oder deinen imaginären Kaffee trinken. Spätestens nach der fünften Wiederholung ist das gar nicht mehr so spannend.
  • Schauspielerfahrung oder wahlweise Begabung. Für kleinere Produktionen kannst du dich auch ohne Referenzen als Statist bewerben. Sobald du aber im Vordergrund zu sehen bist, ist ein bisschen Erfahrung nicht schlecht und bringt dir die besseren Jobs ein.
  • Geduld. Nicht selten vergehen mehrere Stunden, bis die Szene, für die du gebucht bist, tatsächlich gedreht wird. Bis zum nächsten Einsatz vergehen wieder Stunden, die du dir am besten selbst vertreiben kannst. Geduldige Komparsen werden an jedem Set gesucht!
  • Selbstbeherrschung. Wenn die Hauptdarsteller gerade die Trennung ihres Lebens verkraften müssen, ist es keine gute Idee, im Hintergrund mit einem Lachkrampf vom Stuhl zu fallen. Egal, ob du deinen Kaffee verschüttet hast, ob dein Sitznachbar zu viel Knoblauch gegessen hast oder ob gerade dein großer Zeh abfällt: Selbstbeherrschung ist das Stichwort aller Komparsen.

Du hast dich bei den Eigenschaften von geeigneten Komparsen wiedergefunden? Dann ist es nun an der Zeit, dich auf die Suche nach einem passenden Casting zu machen. 

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Die interessanten Jobs für Komparsen: So findest du sie

Je nachdem wie flexibel du als Kleindarsteller bist und wie viel Zeit du für deine Jobs investieren möchtest, unterscheiden sich die geeigneten Ausschreibungen, in denen Komparsen gesucht werden. Großproduktionen suchen meistens Komparsen für tagelange Einsätze, während regelmäßige Produktionen im TV nur sporadisch Komparsen benötigen.

Nicht für alle Jobs werden Castings veranstaltet. Insbesondere aber Komparsenrollen für Kinofilme werden häufig erst nach mehreren Castingrunden vergeben. Da hier der Andrang weit höher ist, als bei Produktionen im TV kann es auch mal schneller Absagen hageln. Da lohnt sich dranbleiben und bloß nicht aufgeben! Spätestens am spannenden Filmset eines neuen Blockbusters hat sich die ganze Mühe gelohnt.

Generell wirst du nach mehreren Jobs als Komparse Kontakte aufgebaut haben, die dir bei neuen Aufträgen helfen. Aller Anfang ist zwar auch für Komparsen schwer, aber durch eine eingehende Recherche im Internet lassen sich schnell die ersten kleinen Rollen finden. Die gute Nachricht ist: Komparsen werden immer gesucht!

Vorteile für Komparsen: Diese Jobs lohnen sich!

Kleindarsteller tun nicht nur etwas Gutes für ihr Sparschwein und sorgen dafür, dass die Sendungen im TV möglichst realistisch aussehen, sie können als Komparse auch sonst eine ganze Menge Vorteile erwarten:

✔ Ein gutes Gehalt. Der Stundenlohn ist zwar nicht gigantisch, aber da Drehtage meistens den ganzen Tag dauern, werden Komparsen für lange Schichten gesucht. Da kann in einer Woche ganz schön was zusammenkommen.
✔ Als Komparse triffst du immer wieder interessante Leute. Schon bei den Wartezeiten im Casting ergeben sich Kontakte wie von selbst, die du auf den Sets immer wieder siehst. Die Komparsenwelt ist kleiner als gedacht.
✔ Bezahlt werden für das Lernen? Das ist nur als Komparse möglich. Während der Wartezeiten interessiert es keinen, ob du Theodor Fontane ließt oder deine nächste Vorlesung vorbereitest. Hauptsache, du bist bei den Aufnahmen am Start.
✔ Wenn du nicht gerade von Casting zu Casting rennst, ist das Komparsendasein ein sehr entspannter Job. Da kommst du von der Arbeit, wie du hingekommen bist. Das kann man nicht von jedem Studentenjob erwarten.

Die Vorteile haben dich überzeugt? Dann mach dich gleich hier auf die Suche nach dem passenden Job. Viel Erfolg!


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.