Studentenjob Host/Hostess: Wie du auf Events dein Studium finanzierst

Kategorie: Jobsuche

In einer Großstadt zu studieren, hat viele Vorteile. Du lernst einen ganzen Haufen anderer netter Studenten kennen, kannst die freie Zeit zwischen den Vorlesungen in Parkanlagen verbringen und auch sonst wird es nie langweilig. Das beste Argument für eine größere Stadt ist allerdings die große Auswahl an Nebenjobs. Statt stundenlang im Café nebenan für ein paar müde Kröten zu schuften, kannst du dir hier die Jobs aussuchen.

Eine interessante Möglichkeit dabei ist die Beschäftigung als Host oder Hostess. Gerade in Messemetropolen finden rund um das Jahr immer wieder Großveranstaltungen statt. Dafür werden jedes Mal Scharen an helfenden Händen in Form von Hosts und Hostessen benötigt. Diese Events sind so groß geworden, dass sich eine ganze Subkultur aus Veranstaltern und Agenturen für Messepersonal entwickelt hat, die diese Jobs gezielt vermitteln.

Das ist deine Chance! Als Host oder Hostess zu arbeiten hat nämlich eine ganze Reihe an Vorteilen, die auf den ersten Blick gar nicht zu sehen sind. Spätestens nach den ersten paar Einsätzen fragen sich allerdings die meisten Messehostessen, warum sie eigentlich so lange auf den ersten Einsatz gewartet haben. Falls auch du gerade mit dem Gedanken spielst, eine Messe mal als Mitarbeiter zu besuchen, dann findest du hier alle Tipps und Ratschläge rund um diese Idee.

Hostess oder Host? Warum das eine ziemlich gute Idee ist!

Jobs auf Messen sind zwar zugegebenermaßen nicht die besten Referenzen, dafür übertrumpft eine ganze Reihe an anderen Vorteilen diesen Nachteil:

  • Als Messehostess erwarten dich in dem Job Stundenlöhne von bis zu 20 Euro. Bei langen Tagen kommen da schnell in der Woche mehrere hundert Euro zusammen. 
  • Durch lange Schichten verdienst du allein an einem Tag so viel, wie in einem regelmäßigem Nebenjob in der ganzen Woche. Das ist zwar anstrengend, dafür hast du aber auch den Rest der Woche frei.
  • Meistens arbeitest du mit anderen Messehostessen zusammen in einem Team. Da bleibt genug Zeit zum Reden und Kennenlernen. So sieht man spätestens nach ein paar Monaten in dem Job immer wieder bekannte Gesichter.
  • Als Host oder Hostess entscheidest du selbst, für welche Events du eingesetzt werden willst. So kannst du dich mal mehr, mal weniger einteilen lassen.
  • Du wirst als Host oder Hostess kostenlos interessante Events besuchen können, für die andere ihr Sparschwein leerräumen müssen. 

Das sind nur einige Vorteile des Jobs als Host oder Hostess. Allerdings hat so ein Einsatz natürlich auch Schattenzeiten. Stressige und laute Veranstaltungen, lange Nächte und anspruchsvolle Besucher zum Beispiel. Daher solltest du gut überlegen, ob dieser Nebenjob tatsächlich etwas für dich ist.

Messen und Du: Eine gute Kombination?

Es gibt solche und solche Menschen: Die einen stürzen sich auf Riesenevents begeistert ins Getümmel und vergessen sogar das Mittagessen. Die anderen bleiben an der ersten Pommesbude kleben und bekommen schon nach zwei Stunden Kopfschmerzen.

Als Host oder Hostess solltest du zu der ersten Kategorie gehören und für den Job von Natur aus ein paar der folgenden Eigenschaften mitbringen:

  • Geduld: Bei den meisten Einsätzen hast du nur etwa 20 Prozent der Zeit wirklich etwas zu tun. Der Rest ist bezahltes Warten. Sich selbst gut (ohne Handy!) unterhalten zu können, ist daher von Vorteil.
  • Offenheit und Kommunikationsstärke: Hier begegnest du Menschen. Vielen Menschen. Außerdem musst du häufig selbst Besucher ansprechen. Ein gesundes Selbstbewusstsein kann daher helfen.
  • Ein gepflegtes Äußeres: Der Unipullover mit den Ketchupflecken sollte lieber zuhause bleiben und auch die Haare freuen sich über eine Dusche, wenn du auf einer Messe einen Einsatz hast.
  • Etikette: Es kann gut passieren, dass du plötzlich mit der Führungsperson eines internationalen Unternehmens sprechen musst. Daher gilt: Egal, mit wem du sprichst, Haltung ist alles!

Diese Eigenschaften sind genau dein Charakter? Dann könnte der Nebenjob als Host oder Hostess tatsächlich die passende Wahl für dich sein. Bevor du dich aber jetzt nach den ersten Stellenangeboten  umsiehst, lohnt sich noch ein Blick auf die Aufgaben.

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Arbeiten auf einer Messe: Das sind deine Aufgaben

Je nach Agentur können die tatsächlich anfallenden Aufgaben für Hostessen sehr unterschiedlich sein. Allerdings gibt es Bereiche, die sich fast in jedem Einsatz überschneiden:

  • Vor- und Nachbetreuung von Veranstaltungen: Für diese Aufgabe werden Hände gebraucht, die zupacken können. Nicht selten müssen dabei nämlich auch einmal Gerüste und Bühnen auf- und abgebaut werden.
  • Garderobe: Für Hunderte Besucher wird eine effiziente Regelung bezüglich der Garderobe benötigt. Dieser Job ist meistens sehr begehrt. Kein Wunder, denn hier geht es sehr entspannt zu.
  • Einlass und Kartenverkauf: Auch diese Aufgabe erwartet dich häufig als Host oder Hostess auf einer Veranstaltung.
  • Goodies und Flyer verteilen: Diese Aufgabe ist nicht gerade die Beliebteste. Denn dabei musst du aktiv Besucher ansprechen, was spätestens nach ein paar Stunden wirklich anstrengend werden kann.
  • Wegweiser und Gruppenleiter: Die Hallen und Veranstaltungsorte sind meistens so groß, dass Besucher den Überblick verlieren. Mit einem guten Orientierungssinn bist du hier richtig am Platz.

Die Aufgaben sprechen dich an und du bringst die erforderlichen Eigenschaften mit, um nach einem langen Einsatz nicht die vier nächsten Tage im Bett liegen zu müssen? Dann kann die Jobsuche jetzt beginnen!

Dein Job als Messehostess: Worauf solltest du achten?

Interessante Stellenangebote sind schnell gefunden. Auf Jobbörsen, speziellen Plattformen und auch am schwarzen Brett an der Uni  findest du zahlreiche Angebote. Spätestens nach ein paar Einsätzen als Host oder Hostess, bekommst du außerdem immer wieder direkt von deinen Agenturen Angebote.

Bevor du allerdings das erste Mal gebucht wirst, gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Schau nach Anzeichen von seriösen Anbietern. Dazu gehören ein Firmenname, ein Ansprechpartner und eine vertragliche Abwicklung des Beschäftigungsverhältnisses. Auch unter Agenturen gibt es schwarze Schafe.
  • Die Bezahlung sollte nie „schwarz“, also ohne die Anmeldung über ein Finanzamt erfolgen.  Entweder meldet dich die Agentur als kurzfristige Beschäftigung an, oder du musst als Honorarkraft selbst abrechnen.
  • Für die eigene Abrechnung benötigst du einen Gewerbeschein. Dieser muss kostenpflichtig angemeldet werden. Informationen dazu findest du bei deinem Steuerberater an der Uni oder direkt bei deinem Finanzamt.

Es kann sich also lohnen, als Host oder Hostess neben dem Studium arbeiten zu gehen. Solange du deine Finanzgrenzen im Blick hast, insbesondere falls du BAföG beziehst, gehst du sicher, aufgrund des Jobs keine teuren Abzüge zu riskieren. 

Falls du aber alles sauber berechnet hast, den ersten passenden Einsatz als Host oder Hostess findest und dann auch noch gebucht wirst: Dein Sparschwein freuts und du hast einen tollen neuen Job!

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.