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Sommerjob im Feriencamp: So kannst du als Betreuer Geld verdienen

  • 11.03.2021

  • Category: Jobsuche

Wer kennt sie nicht, die berühmten amerikanischen Filme, in denen der verwöhnte Nachwuchs von Promifamilien im Feriencamp plötzlich das wahre Gesicht zeigt? Im Gegensatz zu Deutschland, sind in den USA und auch in Kanada Feriencamps allerdings keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Hier können sich Kinder und Jugendliche aus Städten unter professioneller Betreuung austoben. Für dich als Student auf einem anderen Kontinent versprechen diese Einrichtungen allerdings mehr, als nur einen amüsanten Filmabend. Gerade, wenn du im pädagogischen Bereich ein Studium absolvierst oder dich beruflich in diese Richtung orientieren möchtest, könnte ein Job im Ferienlager eine interessante Option sein.

eine Gruppe junger Menschen sitzt um ein Lagerfeuer bei Nacht

Und dafür musst du inzwischen noch nicht einmal mehr als Betreuer um die halbe Welt reisen: Auch immer mehr europäische und sogar asiatische Länder übernehmen die amerikanische Tradition der Feriencamps. Um das Ganze am Laufen zu halten, werden jährliche Sommerjobs angeboten, die gerade für Studenten interessant sind, um Reisen, praktische Erfahrung in der Betreuung und gleichzeitig Geld verdienen miteinander zu verbinden. Hier erfährst du deshalb nicht nur, welche Möglichkeiten dich in einem Ferienlager erwarten, sondern auch, warum sich das – nicht nur auf dein Sparschwein bezogen – richtig lohnt.

Feriencamp: Betreuer, Administrator oder Aushilfe?

Generell gibt es in einem Feriencamp viele verschiedene Sommerjobs. Von der Logistik, über die Versorgung bis hin zu der Betreuung werden viele helfende Hände gebraucht. Dabei teilen sich die Sommerjobs meistens in zwei Kategorien auf:

#1 Betreuer oder Lehrer

Als Betreuer arbeitest du im Sommerjob direkt mit den Kindern und Jugendlichen des Ferienlagers zusammen. Dabei bist du zum Beispiel Gruppenleiter und damit für das Wohl deiner Crew verantwortlich. Oder du bringst Fachkenntnisse beispielsweise in einer Sportart mit und fungierst als Lehrer im Feriencamp. Diese Sommerjobs sind sehr verantwortungsvoll und setzen in der Regel zwingend Erfahrungen mit Ferienlagern voraus. Solltest du dagegen Feriencamp-Neuling sein, bietet sich vielleicht eher die zweite Variante an.

#2 KAMP (Kitchen-And-Maintenance-Personnel)

Hier verbringst du deinen Ferienjob entweder in der Ferienlager-Küche, bei der Anmeldung oder sonstigen unterstützenden Tätigkeiten. In der Regel sind diese Ferienjobs anstrengender, dafür arbeitest du in Schichten und hast so mehr freie Zeiten. Außerdem ist ein KAMP-Sommerjob meistens besser bezahlt. Viele Studenten finanzieren sich so nach dem Aufenthalt im Feriencamp noch eine anschließende Rundreise, auf der auch einmal entspannt werden kann.

Sommerjob im Ferienlager: Darauf kannst du dich freuen

Zugegeben: Sommerjobs sind nicht erholsam. Auch wenn sich das Stichwort Ferienlager nach Sternenhimmel und Nachtwanderung anhört, als Betreuer hast du eher mit dem einen Ausreißer oder kaputten Elektroherden zu kämpfen. Und trotzdem melden sich viele Studenten immer wieder für Sommerjobs im Ferienlager. Warum? Die folgenden Gründe zeigen es dir:

  • Auslandserfahrung. Ob es das Erlernen einer Fremdsprache ist oder das Kennenlernen einer anderen Kultur: Beides trifft beim Sommerjob im Ferienlager aufeinander. Gerade die Arbeit mit Kindern ist dabei für viele Studenten immer wieder eine willkommene Abwechslung vom Studium.
  • Zusammenarbeit in einem internationalen Team. Für ein Ferienlager werden oft Jobs in der ganzen Welt angeboten. So kann es gut passieren, dass dein zehnköpfiges Team auch aus zehn Nationen besteht. Das macht den Ferienjob immer wieder spannend und ungewöhnlich.
  • Erfahrungen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Falls du einem pädagogischen Studium nachgehst, ist ein Sommerjob im Feriencamp oft sogar anrechenbar. Aber auch angehende Lehrer oder Sozialwissenschaftler können hier praktische Erfahrungen mitnehmen.
  • Außergewöhnliche Erlebnisse. Ob Kanu fahren im Wildwasser, ein Ausritt in die Wildnis oder mehrtätige Wanderungen: In Ferienlagern geht es immer um das Erleben. Du als Betreuer bist da hautnah mit dabei.
  • Work & Travel Light. Für Kandidaten, die in das Leben der Reisenden erstmal hineinschnuppern wollen, ist ein Sommerjob die ideale Alternative. Hier hast du finanzielle Sicherheit und trotzdem eine Auslandserfahrung.

Rund um den Sommerjob: Verdienst, Kosten und dein Sparschwein

Butter bei die Fische: Lohnt sich das Ganze überhaupt? So ein Sommerjob wird in der Tat oft eher unterirdisch vergütet. So bieten viele Anbieter an, die Anreise, Unterkunft und Verpflegung zu übernehmen. Für deinen Ferienjob selber bekommst du dabei noch ein Taschengeld, das höchstens auf Minijobbasis liegt.

Nicht jeder Ferienjob entspricht dieser Vergütung, allerdings kannst du als Betreuer auf einem Feriencamp auch mit abgeschlossenem Studium nicht reich werden. Unter dem Strich ist deswegen das, was die meisten Kandidaten im Studium zu einem Sommerjob im Ausland zieht, die Möglichkeit kostenlos zu reisen und trotzdem Spaß an der Arbeit zu haben. Gängige Praxis ist es zudem, den Rückflug nach dem Ferienjob nach hinten zu schieben, und von der monatlichen Aufwandsentschädigung das Land zu erkunden. So kommst du auf null wieder nach Hause, kannst vielleicht sogar ein Praktikum anrechnen lassen und riskierst weder BAföG oder Einschränkungen bei der Krankenkasse.

Arbeiten im Feriencamp: Das solltest du mitbringen

Trotz der eher geringen Bezahlung sind Sommerjobs in Feriencamps sehr beliebt. Deswegen musst du dich frühzeitig und umfangreich bewerben, damit du im Ferienlager deiner Wahl landest. Hierbei gilt es, besonders die folgenden Punkte zu beachten:

  • Ein geeignetes Visum. Je nach Land brauchst du für einen Ferienjob unterschiedliche Visa, die teils in der Beantragung mehrere Wochen dauern können. Plane am besten mehrere Monate Vorlaufzeit ein.
  • Fremdsprachenkenntnisse. Für viele Ferienjobs solltest du sicheres Englisch mitbringen. Da aber auch auf dem europäischen Kontinent immer mehr Sommerjobs angeboten werden, kann es auch mal um Französisch oder Spanisch gehen. Solange du das Bewerbungsgespräch sicher überstehst und fehlerfreie Unterlagen einreichst, hast du gute Chancen.
  • Erfahrungen als Betreuer. Ob als Nanny, Au Pair, Trainer oder Nachhilfe: Achte darauf, dir diese Tätigkeiten bescheinigen und gegebenenfalls übersetzen zu lassen.
  • Kenntnisse in typischen Feriencamp-Aktivitäten. Ob Fußball, Reiten, Kanu fahren oder Tennis: Je nach Ferienjob sind unterschiedliche Kenntnisse gefragt. Mit spezifischen Fähigkeiten oder sogar einem Trainerschein hast du die besten Karten.
  • Körperliche Fitness. Ein Sommerjob im Ferienlager ist vor allem auf körperlicher Ebene sehr anstrengend und setzt mindestens eine gute Grundfitness voraus.
  • Soft Skills wie Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und Teamgeist. Die Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen, aber auch mit deinem Team kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen. Deswegen solltest du dir vorher gut überlegen, ob diese manchmal auch stressige Arbeit im Feriencamp für dich geeignet ist.

Du kannst alle Punkte abhaken, bist auf der Suche nach einem Ferienjob als Ergänzung zum Studium und möchtest ein neues Land kennenlernen? Dann ist ein Sommerjob im Ferienlager vielleicht genau das Richtige für dich. Viel Erfolg!