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Jobben neben der Schule: Diese 5 Dinge solltest du beachten!

Kategorie: Jobsuche

Spätestens wenn das Abitur in Sichtweite rückt oder die Lehrer plötzlich beginnen dich zu Siezen, fangen die Planungen an. Die einen wollen nach der Schule erstmal die Welt anschauen, andere zieht es für ein freiwilliges soziales Jahr in fremde Gefilde. Wieder andere Schüler fangen einfach an, zu Studieren oder beginnen eine Ausbildung. Egal, was du nach der Schule vorhast, eins kannst du dabei immer gebrauchen: Geld.

Aus diesem Grund ist es gar keine schlechte Idee, schon während der Schulzeit das erste eigene Taschengeld durch Jobs zu verdienen und etwas zurück zu legen. Aber kann man als Schüler Arbeiten und Schule eigentlich kombinieren? Gibt es überhaupt Stellenangebote für Schüler? Und was musst du bei so einem Schülerjob beachten?

Diese Fragen werden dir hier beantwortet. Bei einem Schülerjob musst du nämlich im Grunde nur auf fünf Dinge achten, damit dein Nebenjob reibungslos abläuft. Bevor du jetzt das Handtuch schmeißt, weil fünf Punkte schon einer zu viel sind und du eigentlich sowieso schon im Schulstress versinkst: Ein Schülerjob lohnt sich trotzdem. Und zwar nicht nur wegen des Geldes.

Als Schüler nach Jobs suchen? Warum das eine deiner besten Ideen ist!

Zugegebenermaßen: Schule ist nicht mehr das, was es mal war. Ging man vor 10 Jahren noch mittags nach Hause, sitzen Schüler von heute auch gerne mal bis abends im Klassenzimmer.

Neben diesem ganzen Lernstress noch einem Nebenjob nachzugehen, ist daher für viele Jugendliche kaum vorstellbar.

Trotzdem gibt es Gründe, sich auch als Schüler auf die Suche nach Jobs zu machen:

  1. Arbeits- und Praxiserfahrung fernab der Schulbank. Spätestens in der Ausbildung oder im Nebenjob beim Studieren musst du sowieso anfangen, zu arbeiten. Das wird ein Sprung in ziemlich kaltes Wasser. Da kann es dir helfen, schon einmal in das richtige Arbeitsleben hinein zu schnuppern.
     
  2. Nach der Schule bist du so frei, wie wahrscheinlich nie wieder. Diese Freiheit auch zu nutzen, kostet. Ein Flug rund um die Welt möchte verdient werden. Wenn du durch einen Schülerjob schon etwas zurückgelegt hast, dann kannst du diese einmalige Chance voll ausnutzen!
     
  3. Der Blick über den Tellerrand. Nach mindestens 10 Jahren in der Schule kannst du dir nur schwer vorstellen, was es sonst noch alles gibt. Und was genau da eigentlich in den ganzen Jobs gemacht wird.  In deinem Schülerjob hast du die Chance, vielleicht ein unbekanntes Talent von dir zu entdecken?
     
  4. Du lernst, zu sparen. Eine Fähigkeit, die dir dein ganzes Leben lang helfen wird. Durch sauer verdientes Geld überlegst du dir zweimal, ob der Onlineshoppingmarathon eine gute Idee war. Oder ob es nicht vielleicht doch die anderen 10 Jeans tun.

Ein Schülerjob füllt also nicht nur dein Konto, er hilft dir auch, den Übergang von Schule in das Studium oder die Ausbildung zu meistern. Bevor du dich jetzt aber auf die Suche nach Stellenangeboten machst, vergiss nicht die fünf Punkte, die du dabei beachten solltest.

1. Dein Alter entscheidet: Soviel darfst du arbeiten!

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) regelt, wie viel und wie oft du pro Woche in einem Schülerjob arbeiten darfst. Das ist besonders vom Alter abhängig und teilt sich in drei Klassen auf:

  • Unter 13 Jahren: In diesem zarten Alter musst du dich noch etwas gedulden, denn hier gilt ein generelles Arbeitsverbot. Nur für bestimmte Veranstaltungen wie im Theater oder bei Filmaufnahmen darf davon mit Genehmigung eine Ausnahme gemacht werden.
     
  • 13-15 Jahre: Wenn du dich in diesem Alter befindest, zählst du zu der Gruppe der Kinder. Dann darfst du mit Einwilligung deiner Eltern einer Tätigkeit nachgehen, die maximal 2 Stunden pro Tag an maximal 5 Werktagen umfasst. Außerdem musst du vor 18 Uhr Feierabend machen.
     
  • Jugendliche im Alter von 15-18 Jahre: Hier darf prinzipiell voll gearbeitet werden. Allerdings dürfen nur Schülerjobs angenommen werden, die dich in deiner Entwicklung und Gesundheit nicht gefährden. In der Woche sollte außerdem deine Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr liegen.

2. Schülerjobs und Versicherungen: Soviel darfst du verdienen.

Als Schüler oder auch noch während eines Praktikums bist du kostenlos in deiner Familie mitversichert. Damit das auch so bleibt, gibt es Obergrenzen, die nicht überschritten werden sollten. Deine regelmäßigen Einkünfte müssen daher bei einem Schülerjob monatlich unter 375 Euro liegen. Ab 16 Jahren kannst du einen Minijob aufnehmen und mehr verdienen: Hier liegt die Obergrenze bei 450 Euro pro Monat. 

Noch mehr verdienen kannst du bei einem Ferienjob. Wenn dein Arbeitgeber dich als kurzfristig Beschäftigten anmeldet, kannst du praktisch unbegrenzt verdienen. Aus diesem Grund ist ein Ferienjob häufig eine beliebte Alternative zu regelmäßigen Jobs.

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3. Welchen Jobs darfst du neben der Schule nicht nachgehen?

Generell gilt: Alles, was dich davon abhält, die Schule erfolgreich zu beenden, ist keine gute Idee. Es gibt daher eine Liste mit Jobs, denen Schüler problemfrei nachgehen können. Vorsichtig werden solltest du bei Akkordarbeit oder beim Umgang mit gefährlichen Stoffen. Auch das Arbeiten in Gefahrenbereichen ist Schülern nicht erlaubt. Im Zweifel lohnt sich ein Anruf bei der Jugendschutzbehörde.

4. Jobben neben der Schule: Wo geht das eigentlich?

Die gute Nachricht ist: fast überall. Die schlechte Nachricht ist, dass du mit einem Schülerjob eher selten in einem schicken Hochhausbüro startest. Dafür gibt es aber andere und auch interessante Alternativen:

  • Im Supermarkt oder in der Drogerie. Der klassische Schülerjob beginnt meistens an der Kasse oder im Warenlager vom Supermarkt nebenan. Auch wenn du dort nicht direkt den spannendsten Beschäftigungen nachgehst: Dein Konto wird trotzdem voll. 
     
  • In der Gastronomie: Warum nicht einfach mal beim Italiener um die Ecke anfragen? Vom Tellerwäscher zum Millionär kann schließlich nicht nur in den USA möglich sein. Und falls sich das doch als Märchen rausstellt: Eine Pizza springt bei diesem Job bestimmt trotzdem heraus.
     
  • Als Babysitter oder Nachhilfelehrer. Diese Jobs werden nicht nur richtig gut bezahlt, sondern machen meistens auch noch richtig Spaß. Eine gute Möglichkeit also, um als Schüler schnell und flexibel etwas zu verdienen.
     
  • Messe- oder Promotionjobs. Falls du in einer größeren Stadt lebst, ist das als Schüler eine gute Alternative für dich. Geld verdienen und nebenbei noch kostenlose Events abstauben? Klingt nicht schlecht.

5. Work-Life-Balance: Damit fängst du nie zu früh an!

Zeit ist Geld. Das in diesem Spruch viel Wahrheit steckt, merkst du schnell in deinem ersten Schülerjob. Trotzdem sollte bei aller Motivation immer noch die Schule im Mittelpunkt stehen. Ein etwas dünneres Konto aber dafür ein richtig guter Studienplatz ist letztlich immer noch die bessere Wahl.

Nimm dir also als Schüler Zeit für die Suche nach deinem ersten Nebenjob und freu dich auf dein erstes Gehalt. Und wenn es doch zu stressig wird: Arbeiten wirst du sowieso noch genug, Schüler bist du nur einmal!

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.