Ehrenamtsjobs im Studium: Darum solltest du dich engagieren

Kategorie: Jobsuche

Ein Studium ist nicht mehr das, was es mal war. Studentenleben – ein fernes Relikt aus vergangenen Zeiten. Stattdessen stehen heute Lerngruppen, Nebenjobs, Seminare und der ganz normale Alltagswahnsinn auf dem Programm. Ausschlafen und danach für ein paar Stunden in den Hörsaal, davon können die meisten Studenten nur träumen. Wie soll bei diesem Pensum noch ein ehrenamtlicher Job im Studium bewältigt werden? Ist freiwilliges Engagement nicht eher etwas für Rentner oder Überflieger?

Diese Fragen halten viele Studenten davon ab, sich in der Zeit des Studiums sozial zu engagieren. Das wird lieber noch auf die lange Bank geschoben. Nach dem Studium kannst du schließlich immer noch anfangen, Hunde aus dem Tierheim auszuführen, im Altenheim auszuhelfen oder bei der Tafel freiwillig Stunden zu verbringen. Diese Überlegung hat allerdings einen Haken: Wer sagt, dass du das tatsächlich auch tun wirst? Nach dem Studium kommen neue Verpflichtungen und Zeiträuber auf dich zu, freiwilliges Engagement steht so lange hinten an, wie du es zulässt.

Aber was ist eigentlich so toll an ehrenamtlichem Engagement, dass manche dafür ihre freien Abende opfern? Welche Jobs sind für dich geeignet und musst du dich direkt verpflichten? Kannst du als ehrenamtlicher Helfer eine Bezahlung erwarten? Wie sieht dein Engagement genau aus? Und vor allem: Wo findest du ehrenamtliche Jobs, die nicht nur zu deinem Zeitplan, sondern auch zu deinen Interessen und Zielen passen? Rund um diese Fragen findest du hier Antworten. So hast du alle Möglichkeiten, einen ehrenamtlichen Job vielleicht einfach einmal auszuprobieren.

Sozial engagieren: Die richtige Entscheidung im Studium?

Eine der seltensten Fragen, die beim Gedanken ans Ehrenamt gestellt werden, ist: Was hast du eigentlich davon? Schließlich geht es ja darum, freiwillig anderen zu helfen. Tatsache ist aber, dass es für ehrenamtliche Jobs im Studium mehr gute Gründe gibt, als die Freude am Helfen. Natürlich sollte das deine Hauptmotivation sein. Aber wenn es bisher einfach an der Zeit gescheitert ist, dann könnten dich die folgenden Punkte überzeugen.

  • Über den Tellerrand. Im Studium hast du in der Regel für mehrere Jahre engen Kontakt mit deinen Kommilitonen. Vielleicht kommen noch Bekanntschaften durch deinen Nebenjob dazu, aber das war es auch. Ein ehrenamtlicher Job öffnet dir neue Horizonte und hilft dabei, die Perspektiven trotz Prüfungsstress, Zeitdruck und Karriere auszubalancieren.
  • Ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf. Dieser Punkt sollte vielleicht nicht unbedingt an erster Stelle stehen. Tatsache ist aber, dass ein ehrenamtlicher Job während des Studiums große Unterschiede bei Bewerbungen als frischgebackener Absolvent machen kann.
  • Priorisieren richtig lernen. Nochmal mit den Kommilitonen um die Häuser ziehen, Netflix frönen oder doch eben noch ein paar ehrenamtliche Stunden ableisten? Du wirst erstaunt sein, wie viele Lücken dein Terminkalender bei richtiger Planung aufweist.
  • Kontakte knüpfen. Ein zum Studium passendes Ehrenamt kann dir viele Türen öffnen. So lernst du ohne Druck und Verpflichtungen wichtige Kontaktpersonen kennen. Nicht selten ist das die Eintrittskarte für einen Job nach dem Studium.

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Ehrenamtliches Engagement: Die 5 beliebtesten Jobs

Die Gründe haben dich überzeugt und du möchtest dich auf die Suche nach einem passenden Einsatzgebiet machen? Hier ist es nach ein paar Stunden Recherche schnell wieder vorbei mit der Motivation. Ehrenämter werden nämlich selten online ausgeschrieben, sondern eher direkt von Einrichtungen oder Hilfsorganisationen vergeben. Auf der Seite von www.stellenwerk-ehrenamt.de findest du ehrenamtliche Jobs aus der Region Hamburg. 

Hier findest du die fünf häufigsten und beliebt target="_blank"esten Ehrenämter für Studierende:

#1 Hilfsorganisationen

Wer schon einmal auf der Suche nach einem Job bei Hilfsorganisationen war, weiß wie schwierig es ist, den berühmten Fuß in die Tür zu bekommen. Ehrenamtlich sieht das Ganze anders aus. Der einfachste Weg ist es, direkt bei deiner favorisierten Hilfsorganisation anzurufen und dich zu erkundigen. So erfährst du direkt, wo und wie der Hase dort läuft.

#2 Soziale Einrichtungen

Seniorenresidenzen, Kinderheime, Selbsthilfen: In jeder Stadt gibt es diverse soziale Einrichtungen, die im Regelfall mit Arbeit überschwemmt werden. Ehrenamtliche Helfer sind deswegen gerne gesehen. Aber auch hier gilt: Mach dich am besten auf die Suche nach einem geeigneten Ort und nimm persönlich Kontakt auf. So kannst du vielleicht sogar mit anderen Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen.

#3 Tierheime

Vielleicht warst du vor dem Umzug für das Studium ein richtiges Landei und vermisst deine Vierbeiner? Dann ist ein Ehrenamt im Tierheim die richtige Wahl. Allerdings geht es vielen Anwohnern einer Stadt ähnlich. Einfach ins Tierheim marschieren und mit dem nächstbesten Hund Gassi gehen, ist deswegen eher selten drin. Stell dich lieber auf lange Wartezeiten ein, bis du loslegen darfst.

#4 Nachhilfe

Zugegeben, mit Nachhilfe lässt es sich im Studium wunderbar Geld verdienen. Aber es gibt auch viele Familien, deren Kinder dringend Nachhilfe brauchen und die keine Mittel verfügbar haben. Hier kommst du ins Spiel. Als Student mit viel zu viel Fachwissen kannst du in vielen sozialen Einrichtungen kostenlos Nachhilfe geben und so auch schwächeren Schülern dabei helfen, zum Ziel zu kommen.

#5 Tafel

Was vielen nicht bewusst ist, gehört für manche zur Realität: Das Geld reicht nicht zum (Über)leben. Aus diesem Grund gibt es Tafeln, die meistens kirchlich oder karitativ eingerichtet werden. Dort erhalten Bedürftige entweder umsonst oder gegen einen kleinen Betrag Lebensmittel oder auch eine warme Mahlzeit. Durch Kooperationen mit lokalen Supermärkten und Restaurants, die die Lebensmittel spenden, müssen Waren sortiert, verpackt und manchmal auch zubereitet werden. Und auch für die Ausgabe werden viele helfende Hände benötigt. Als Ehrenamtlicher spielst du eine wichtige Rolle in der Basisversorgung von Menschen.

Aufwandsentschädigung, Einsatzzeit, Flexibilität: Fakten rund ums Ehrenamt

Ehrenämter sind vor allem eins: Wichtige Verpflichtungen. Ständige Absagen aus Zeitgründen, Wechsel der Positionen oder Fehlen ohne vorherige Ansage sind genauso unerwünscht wie bei einem richtigen Job. Wenn du dich auf soziales Engagement einlässt, solltest du also vorher sichergehen, dass du diesen Job auch auf eine bestimmte Zeit zuverlässig erledigen kannst.

Bei manchen Ehrenämtern bekommst du für deinen Einsatz eine Aufwandsentschädigung, die oft für gefahrene Kilometer oder anfallende Kosten berechnet wird. Deine Einsatzzeiten werden individuell abgestimmt, vom einmaligen Einsatz im Monat bis zu mehreren Stunden pro Woche ist alles möglich. Daher lohnt sich eine längere Recherche, bis du das perfekt passende Ehrenamt findest. Viel Erfolg!

 

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.