Frau ist mit Laptop auf Jobsuche beim Berufseinstieg
Auf den Berufseinstieg kann man sich schon während des Studiums vorbereiten.

Berufseinstieg nach dem Studium: Darum solltest du nicht in Panik geraten

Kategorie: Jobsuche

Viele Studenten kennen das dumpfe Gefühl in der Magengegend, wenn man an den Berufseinstieg nach dem Studium denkt. Die ersten paar Semester lässt sich das noch gut verdrängen, aber spätestens bei der Abschlussarbeit erwischt es jeden. Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und der ganze Stress der Jobsuche brechen über die armen Studenten herein wie eine Horde Heuschrecken. Das muss nicht sein. Denn die Panik vor dem Berufseinstieg ist nichts anderes als ein Gefühl. Und Gefühle werden, wie wir alle sehr gut wissen, von niemand anderem gesteuert als uns selbst.

Laut Dr. Google ist Panik ein Zustand intensiver Angst, der auf eine reale oder nur wahrgenommene Bedrohung zurückzuführen ist. Die Bedrohung ist in diesem Fall, wer hätte das gedacht, der Berufseinstieg. Die gute Nachricht ist aber, dass du in der Hand hast, ob es sich dabei um eine reale oder nur wahrgenommene Bedrohung handelt.

Was kannst du schon im Studium unternehmen, damit du als Absolvent nicht panisch auf Jobsuche gehen musst? Und vor was genau hast du eigentlich Angst? Der folgende Text gibt dir Tipps wie du endlich das mulmige Gefühl in der Magengegend loswerden kannst und deinen Bachelor oder Master entspannt beendest.



Was du schon im Studium tun kannst, um deinen Berufseinstieg vorzubereiten.

Es gibt drei Dinge, die man auf jeden Fall schon während des Studiums tun sollte, um als Absolvent nicht panisch nach passenden Unternehmen suchen zu müssen. Es lohnt sich auf jeden Fall, schon vorher die Zeit dafür zu investieren, denn nur so lässt sich der Berufseinstieg mühelos bewältigen.

  1. Als erstes solltest du dich während deines Studiums schon über deinen späteren Beruf informieren. Und nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch. Was kommt da genau an Arbeitsbelastung auf dich zu? Wie sieht der Arbeitsmarkt aus? Man hat meistens nur Angst vor dem, was man nicht kennt. Und wenn du schon weißt, was alles Spannendes auf dich wartet, verschwindet die Panik vor dem Berufseinstieg schneller, als du denkst.
     
  2. Es gibt meistens eine sehr viel größere Auswahl an interessanten Jobs in deinem Fachbereich, als du ahnst. Aber diese Jobs liegen nicht auf der Straße, sondern wollen gefunden werden. Deswegen lohnt es sich immer, Jobmessen zu besuchen und Unternehmen auszuloten, die dir gefallen. Wenn du weißt, was du willst, kannst du es auch erreichen. Wie du dich auf eine Jobmesse optimal vorbereiten kannst, erfährst du hier.
     
  3. Bewerbungen schreiben und gute Vorstellungsgespräche führen. Alle wissen, wie wichtig diese Fähigkeiten sind, aber niemand trainiert sie. Du solltest die Zeit im Studium nutzen, um hierfür alle Tipps zu sammeln, die du bekommen kannst. Lass dich herausfordern und kämpfe um deinen Traumjob. Es wird sich lohnen.

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Gründe warum man in Panik gerät und warum das nichts bringt

Seien wir ehrlich. Der Berufseinstieg ist kein Zuckerschlecken. Und wenn du auch noch nicht gerade der beste Absolvent deiner Uni bist, keine seitenlangen Berichte mit deinen Praktika füllen kannst und dazu noch keine Ahnung hast, welche Unternehmen zu dir passen, ist das schon eine schwierige Situation. Vor einer schwierigen Situation muss man aber keine Angst haben, man muss einfach wissen, wie man sie anpackt. Hier sind also Gründe, warum deine Panik schon einen Grund hat, warum das aber keine Lösung ist und wie du trotzdem erfolgreich den Sprung in den Beruf schaffst.

Ein schlechter Abschluss. Und nun?
Die meisten reden nur über erfolgreiche Absolventen. Es gibt aber auch diejenigen, die das Studium gerade einmal so mit Ach und Krach bestanden haben. Wenn du zu dieser Art von Studenten gehörst, die bei der Zeugnisvergabe lieber in der letzten Reihe stehen, dann mach jetzt mal einen großen Schritt nach vorne. Dein Erfolg als Berufseinsteiger hängt nur zu einem Bruchteil von deinen Noten im Studium ab. Anders als bei der Bewerbung zum Bachelor oder Master, geht es bei den Jobs im realen Leben um sehr viel mehr als nur Noten. 

Interdisziplinäres Studium und wohin danach?
Es gibt Jobs, die Berufseinsteigern keine Probleme machen. Lehrer zum Beispiel oder Ärzte. Wenn du aber zu der Sorte gehörst, die sich ein etwas verrücktes Studium ausgesucht hat, dann kommt es jetzt darauf an, was du daraus machst. Sehr wichtig ist in diesem Fall, schon die Tipps für eine Vorbereitung während des Studiums zu nutzen (oben), um selber eine klare Idee davon zu haben, wohin du willst und welche Unternehmen dir das bieten. Spiel deinen Vorteil als Generalist bei der Bewerbung aus und zeig dem Unternehmen, warum du für den Job besser geeignet bist, als jemand aus einem gewöhnlichen Studium. Selbstbewusstsein ist hier das Mittel der Wahl. Es gibt schließlich einen Grund, warum du dieses Studium gewählt hast und kein anderes. 

Zu wenig praktische Erfahrung beim Berufseinstieg
Das Fehlen von Erfahrung durch Praktika oder arbeiten als Hilfskraft während des Studiums kann ein großer Stolperstein beim Berufseinstieg sein. Die meisten Unternehmen wünschen sich für ihre Jobs Mitarbeiter, die bereits gezeigt haben, dass sie arbeiten können und das auch bei der Bewerbung nachweisen. In jedem Fall gibt es aber einen Grund für deine fehlenden Praktika oder andere Erfahrungen. Vielleicht hast du dich selber finanziert oder einfach ganz auf das Studium konzentriert? Das ist kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Es gibt genügend Unternehmen, die auch Jobs anbieten, bei denen noch keine Erfahrung notwendig ist. Und Luft nach oben bleibt dir danach immer noch.

Das Ende des Studentenlebens
Es gibt viele Gerüchte darüber, wie sehr sich das Leben nach dem Berufseinstieg ändert. Das Schreiben einer Bewerbung scheint dasselbe zu sein, wie das Ende des freien Lebens. Und natürlich ändert sich für dich einiges, wenn du plötzlich kein Student mehr bist. Du musst vielleicht umziehen, dir mal einen Wecker stellen und hast keine unglaublich langen Semesterferien mehr. Dafür hast du dann die Mittel um im Urlaub neue Orte zu entdecken, lernst neue Arbeitskollegen kennen, die genauso verrückt sein können wie deine Kommilitonen und lebst einfach ein anderes Leben. Das bedeutet nicht, dass es schlechter wäre. Also keine Angst vor Veränderung.

Und wenn es wirklich nicht klappt…
…dann bedeutet das nicht, dass du den Rest deines Lebens von Arbeitslosengeld leben musst. Gib deinem Berufseinstieg und dir ein bisschen Zeit. Suche nach Tipps, die dich in die richtige Richtung bringen. Und vor allem sei offen für Neues. Wenn es jetzt nicht klappt, dann nur weil etwas Besseres wartet.

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.