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Arbeitszeugnis checken: So findest du heraus, was dein Chef wirklich über dich denkt

  • 27.10.2020

  • Category: Jobsuche

- Sponsored Post/Anzeige - Viele Arbeitnehmer kennen das Problem: man bekommt ein Arbeitszeugnis von seinem Arbeitgeber ausgehändigt und hat keinen blassen Schimmer, wie man eigentlich bewertet wurde. In Personalabteilungen gibt es Formulierungen und geheime Codes, die für Laien kaum verständlich sind. In diesem Artikel zeigen wir eine Möglichkeit sein Arbeitszeugnis kostengünstig prüfen zu lassen, um zu erfahren, was der Chef wirklich über einen denkt. 

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Eine Bewerbungsstudie[1] hat herausgefunden, dass 82% der Personalverantwortlichen Arbeitszeugnisse in den Bewerbungsunterlagen erwarten. Damit sind die Arbeitszeugnisse auf Platz 3, also auf dem Siegertreppchen, der wichtigsten Dokumente eines Bewerbers.
Es gibt dem Personaler einen guten Überblick darüber, in welchen Tätigkeitsfeldern der Bewerber bereits praktische Erfahrung gesammelt hat, wie sein Verhalten gegenüber Vorgesetzen und Mitarbeitern (sowie gegebenenfalls Kunden) ist und welche Qualifikationen er vorweist.
Zudem ist das Arbeitszeugnis auch eine Untermauerung der Legitimität einer Angabe im Lebenslauf.

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Wie sich in der Grafik zur Studie zeigt (siehe oben), unterschätzen Bewerber die Relevanz des Arbeitszeugnisses. Wenn sich Lebensläufe und Anschreiben von Qualität und Qualifikation ähneln, werden die Arbeitszeugnisse verglichen.
Immerhin lehnen Unternehmen 52% der Bewerber unter anderem aufgrund von unzureichenden Arbeitszeugnissen ab. Dies ergab sich aus der Studie „Woran scheitern Einstellungen?[2]

Allerdings ist der Inhalt von Arbeitszeugnissen nicht so offensichtlich zu verstehen wie es beim Lebenslauf und Anschreiben der Fall ist. Unwissenheit kann 52% der Bewerber den Traumjob kosten. Das Problem: Das Arbeitszeugnis hat seine ganz eigene Sprache.



Die bekanntesten Beispiele:


1.) „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ vs. „zur vollen Zufriedenheit“

=> Beides liest sich auf den ersten Blick positiv, sie geben ja schließlich Zufriedenheit an. Das stimmt allerdings nicht so ganz. Hinter den beiden Formulierungen stehen sich die Schulnoten 1 und 3 gegenüber. Durch die Angabe der zeitlichen Kontinuität „stets“, sowie der Steigerung von „voll“ zu „vollsten“, rutscht die Bewertung direkt zwei Noten nach oben.

2.) „Er war wegen seiner Pünktlichkeit stets ein gutes Beispiel“  

=> In diesem Fall haben wir zwar die zeitliche Kontinuität und die Aussage mag auch so aufzunehmen sein, wie sie dort formuliert ist, jedoch bedeutet die Betonung von Selbstverständlichem, dass der Personalverantwortliche keine anderen Aspekte hatte, mit welchen er das Arbeitszeugnis hätte füllen können. Ebenso möglich ist hier eine ironische Deutung bezogen auf die Pünktlichkeit.

3.) „Er hat mit seiner geselligen Art zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen.“  

=> Man könnte meinen, hier werde das Sozialverhalten des Arbeitnehmers bewertet. Im weitesten Sinne ja, allerdings handelt es sich hierbei um einen sogenannten Geheimcode. Dahinter versteckt sich, dass der Arbeitnehmer während der Arbeit Alkohol getrunken hat. Solche Geheimcodes sind in Arbeitszeugnissen sogar verboten.

4.) „Sein Verhalten Kollegen und Vorgesetzten gegenüber war einwandfrei.“

=> Beim Sozialverhalten ist die Reihenfolge entscheidend. Werden die Vorgesetzten als letztes erwähnt, oder gar weggelassen, bedeutet dies, dass der Angestellte Auseinandersetzungen mit seinen Vorgesetzten hatte. Diese sollten also immer als erstes genannt werden.

Neben diesen Beispielsätzen sind aber auch Formfehler, wie absichtlich falsch gesetzte Kommata, oder das wissentliche Weglassen von Aspekten, die ein neuer Arbeitgeber jedoch erwarten würde, Anzeichen für eine indirekte schlechte Bewertung.

Hand aufs Herz, wer hätte alles richtig erraten können?

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Warum eine Überprüfung zwingend notwendig ist


An den Beispielen wird klar, dass die Sätze viel mehr aussagen als auf dem ersten Blick ersichtlich ist. Geschulte Personaler erkennen jede versteckte Auffälligkeit sofort. Negative Bewertungen müssen aber nicht zwingend durch eine vermeintlich schlechte Arbeitsweise folgen. Ein Personaler mit fehlendem Know-How kann ebenso ein schlechtes Arbeitszeugnis ausstellen, trotz des Ziels einer guten Bewertung. Alle Fehler werden, auch ohne dessen Verschulden, auf den Empfänger des Zeugnisses zurückgeführt.

In einigen Unternehmen kursiert der Trend, das Schreiben des Arbeitszeugnisses auf den Arbeitnehmer abzuwälzen. Dieser kann in der Regel gar nicht über das komplette Wissen verfügen, um sich genau das Arbeitszeugnis auszustellen, welcher seiner tatsächlichen Bewertung gerecht wird. Wer will schon selber die Schuld an einem schlechten Arbeitszeugnis tragen?

Auch die versteckten Geheimcodes sind ein absolutes K.O.-Kriterium für jeden Bewerber, denn sie verraten ausschlaggebende Details über den Arbeitnehmer, die eigentlich nicht im Arbeitszeugnis erwähnt werden dürfen, da sie negativ gegen den Arbeitnehmer ausgelegt werden können. Beispiele dafür sind Alkoholkonsum oder die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft. Dass diese Informationen als verschlüsselte Codes verboten sind, heißt nicht, dass sie nicht trotzdem auftauchen. Zeugnisprofi.com hat in jeder dritten Analyse eine Auffälligkeit entdeckt[3]!

Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf ein wahrheitsgemäßes und wohlwollendes Arbeitszeugnis. Wer sein Arbeitszeugnis nicht versteht, kann auch nicht beurteilen, ob dieses überhaupt wahrheitsgemäß oder wohlwollend ist. Eine Arbeitszeugnisanalyse kann da Klarheit bringen. Nach Entschlüsselung kann eine Korrektur vom ausstellenden Unternehmen verlangt werden. 30.000 Gerichtsprozesse im Jahr zum Thema Arbeitszeugnis sprechen für sich.



Wie kann ich mein Zeugnis vollständig analysieren?


Heutzutage gibt es zu jedem Thema unzählige Beiträge bei Google. Auch zur Zeugnissprache. Allerdings ist diese so komplex und entwickelt sich dynamisch weiter, dass selbst eine langwierige Recherche auf eigene Faust keine vollständige Transparenz bringt.

Daneben besteht die Möglichkeit, sich sein Arbeitszeugnis von einem Fachanwalt übersetzen zu lassen. Dies dauert allerdings mehrere Tage und ist häufig mit hohen Kosten verbunden. Vor allem für Menschen mit einschlägiger Berufserfahrung kann das sehr teuer werden, wenn es sich nicht mehr um ein Zeugnis, sondern eher um vier oder fünf Arbeitszeugnisse handelt. Auch Studenten auf Jobsuche haben nicht immer das nötige Kleingeld, um sich einen Anwalt für eine Analyse leisten zu können.

Dank künstlicher Intelligenz ist es mittlerweile möglich, ein Arbeitszeugnis online blitzschnell und qualitativ hochwertig analysieren zu lassen. Das haben sich die Zeugnisprofis zu nutzen gemacht und ein Onlineportal zur Arbeitszeugnis-Analyse entwickelt. Dort wird das Arbeitszeugnis einfach hochgeladen und von der künstlichen Intelligenz überprüft. Die Analyse dauert nur ein paar Sekunden. Anschließend stehen eine Gesamtnote, Teilnoten und Erklärungen für alle Einzelbereiche sowie Verbesserungsvorschläge bereit.

Alles auf einen Blick

Das Arbeitszeugnis hat eine höhere Relevanz, als die meisten Bewerber vermuten:

=> 82% der Personaler erwarten das letzte Arbeitszeugnis in den Bewerbungsunterlagen
=> 52% der Unternehmen lehnen Bewerber aufgrund der Arbeitszeugnisse ab 
=> 30.000 Gerichtsprozesse pro Jahr zum Thema Arbeitszeugnisse

Da Arbeitnehmer das Anrecht auf ein wohlwollendes und wahrheitsgemäßes Arbeitszeugnis haben, wurde von Personalern für die Zeugnisse eine eigene, sich dynamisch weiterentwickelnde, Geheimsprache etabliert, die fachspezifisches Know-How zur Entschlüsselung benötigt. Der Arbeitnehmer kann nach Entschlüsselung eine Korrektur seines Arbeitszeugnisses verlangen. Dafür muss die Entschlüsselung aber auch vollständig erfolgt sein.

Eine einfache Suche im Internet reicht da nicht aus. Fachanwälte können die Zeugnisse vollständig übersetzen, aber das ist meist mit hohen Kosten und ein paar Tagen Wartezeit verbunden. Online Analysetools bieten die Möglichkeit, das Arbeitszeugnis schnell und zuverlässig auszuwerten.

Wisst ihr, was euer Chef wirklich über euch denkt?


Abbildungsverzeichnis:


[1] Indeed Bewerbungsstudie 2016
marktmeinungmensch.de/studien/protected/study_files/950/

[2] Studie Personio & Bitcom
hr.personio.de/hubfs/for%20download/Studie%20-%20Woran%20scheitern%20Einstellungen%20-%20Bitkom%20&%20Personio.pdf

[3] Zeugnisprofi
zeugnisprofi.com/arbeitszeugnis-analyse/


(Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit verlingo GmbH)