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7 Tipps und Tricks für ein entspannteres WG-Leben

  • 13/09/2021

  • Category: Studentenleben

Die eigene Wohnung! Eine bunte Traumvorstellung, welche jedoch für viele von uns aufgrund der hohen Mietpreise, besonders in Großstädten präsenter Wohnungsknappheit oder fehlender Gesellschaft nicht immer möglich ist. Ein Lichtblick bietet der Zusammenschluss mit anderen Mitbewohner*innen zu Wohngemeinschaften, welche den Tapetenwechsel erleichtern und zusätzlich den Geldbeutel optimal schonen. Laut Statista, einem renommierten deutschen Recherche-Institut für Statistik, leben 2021 zum Erhebungszeitpunkt rund 4,74 Millionen Menschen ab einem Alter von 14 Jahren gemeinsam mit anderen Personen in einer Wohngemeinschaft- auch in diesem Jahr ist diese Wohnform somit ein absolutes Highlight.

Freunde

Und so eine WG ist wirklich etwas Großartiges! Egal, ob es nun der*die beste Freund*in, ein*e Kommiliton*in oder sogar fremde Personen sind- gemeinsam durchs Leben zu gehen macht einfach mehr Spaß als allein. Wenn der Schuh drückt, ist sofort jemand Vertrautes zum Reden da, ihr könnt Spielabende oder eine der legendären WG-Partys organisieren und eure eigenen vier Wände gemeinsam einrichten. Zudem besticht das Zusammenleben mit anderen durch Faktoren wie der Kostenaufteilung, beständigen sozialen Kontakte sowie gemeinsamen Hilfestellung bei Problemen.

Doch wo Licht ist, folgt bekanntlich auch Schatten. So schön, abenteuerlich und aufregend der WG-Lifestyle auch sein mag, es kommen immer diese bestimmten Dauerthemen auf, welche den einen oder anderen Ärger im Paradies entfachen. Sei es der Müll, welcher bereits zum neuen Lebensraum für eine Ameisenkolonie geworden ist, das ungeputzte Badezimmer oder das ständige Leeren des Kühlschrankes durch ein bestimmtes Mitglied- all diese Dinge haben eines gemeinsam: sie nerven.

Damit möglichst viele Themen mit Streitpotential am besten schon vorab vermieden werden können, bedarf es an Kommunikation und Struktur. Hier folgen nun 7 Tipps und Tricks für dich, die dein WG-Leben entspannter gestalten!

1. Was ist meins und was deins?

Der Kühlschrank- wohl eines der größten und bekanntesten Streitthemen einer jeden WG. Jeder kennt, nutzt und benötigt ihn, von daher ist eine klare Reglementierung hier unvermeidbar. Schließlich ist es oftmals der leckere Joghurt oder das Lieblingseis, auf das man sich bereits den gesamten Tag lang gefreut hat, dessen Verschwinden einen ordentlich in Rage bringen kann.

Damit dies nicht passiert, solltet ihr vorher einmal grundsätzlich absprechen, was für die gesamte WG und was nur für Einzelpersonen gedacht ist. Üblicherweise hat hier jeder Mitbewohner des Hauses sein eigenes Fach, in welchem er seine Einkäufe sichern und deponieren kann, um sie vor anderen hungrigen Mitmieter*innen zu schützen.

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2. Achtet auf Sauberkeit

Nächstes Pulverfass: Putzen. Die meisten von uns können sich sicher deutlich Angenehmeres vorstellen, als mit Lappen, Eimer und Feudel durch die Zimmer zu pflügen. Dazu kommt, dass gerade in einem Mehrpersonenhaushalt oftmals unangenehme Überraschungen aufkommen: das verschimmelte Brot, welches sein Mindesthaltbarkeitsdatum bereits zu lange nicht mehr gesehen hat, das dreckige Badezimmer oder die Chipskrümel auf dem Sofa vom Vortag. All das ist nicht nur unappetitlich, sondern auf Dauer auch echt unhygienisch.

Die Lösung, um es gar nicht so weit kommen zu lassen: erstellt, wenn nötig, einen Putzplan. Somit bleibt die Reinigung nicht immer auf dem*derselben hängen, sondern ist fair auf alle Mitbewohner*innen aufgeteilt. Die Organisation sorgt neben der erhöhten Sauberkeit für ein angenehmeres Miteinander und mehr Harmonie innerhalb eurer WG.

3. Better safe than sorry: fragt vorher nach

Wie das englische Sprichwort bereits andeutet, ist Fragen ein Gebot der Höflichkeit. Du möchtest dir gerne den neuen Laptop eines Mitglieds ausleihen? Den frisch gekauften Salat des Mitbewohners essen oder gemeinsam mit der Mitbewohnerin deinen Geburtstag nachfeiern? Dann frag nach. Nichts ist blöder als unangenehme Überraschungen oder das Gefühl, in einer Entscheidung übergangen worden zu sein. Von daher gehe am besten direkt auf deine Mitmenschen zu und sprich darüber, wenn du etwas von ihnen möchtest, anstatt es dir einfach zu nehmen.

4. Seid rücksichtsvoll und pflegt ein respektvolles Miteinander

Du schreibst morgen eine wichtige Klausur und möchtest dich vernünftig darauf vorbereiten, aber eine*r deiner Mitbewohner*innen meint, genau heute Abend eine fette Party mit zahlreichen Freund*innen, Alkohol und Essen sowie vor allem einer Sache zu feiern- lauter Musik. Lärm bedeutet Stress, welchen du aufgrund der Prüfungssituation schon genug in dir hast und dich somit bereits in einer gereizten Stimmung befindest. Konfliktpotential ist hier vorprogrammiert!

Damit solche Situationen gar nicht erst entstehen, sollten sowohl du als auch deine Mitbewohner*innen präventiv darauf achten, ob die anderen durch das eigene Verhalten gestört oder belästigt werden könnten. Zuhause hat man schließlich auch darauf geachtet, dass die Klamotten nicht kreuz und quer über den Fußboden verteilt liegen, sich das benutzte Geschirr abgewaschen wieder im Schrank oder die Musik auf einem erträglichen Lautstärkelevel befindet.

Wie ihr dies optimal erreicht, sehen wir überleitend im nächsten Tipp.

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5. Kommuniziert offen

Damit Situationen wie oben beschrieben gar nicht erst aufkommen können, solltet ihr die anderen Mitbewohner*innen sowohl über wichtige Termine wie Prüfungen als auch private Pläne, die die anderen involvieren, informieren. Darunter fallen beispielsweise die ausgelassenen Feiern sowie Besuch oder das Übernachten des Freundes oder der Freundin.

Klar, wer viel fragt, bekommt bekanntlich auch viele Antworten, aber ignorantes Verhalten wird eurem WG-Klima auf Dauer nicht gerade gut tun. Und du würdest schließlich auch gerne vorher wissen, wann du am besten für deine Klausur lernen kannst und wann optimalerweise die Ohrstöpsel, starke Nerven oder ein Ortswechsel zur Bibliothek gefragt sind.

Eine klasse Möglichkeit bildet hier ein Gruppenchat, an dem alle Mitbewohner*innen teilnehmen und somit ganz einfach alles erfahren können, was gerade besprochen wurde. Alternativ kann auch ein Tag in der Woche oder nach Bedarf im Monat festgelegt werden, an dem organisatorische Punkte oder Daten ausgetauscht werden. Auch Feedback zur allgemeinen Situation innerhalb der Gruppe findet hier Raum, wobei natürlich auf konstruktive und freundlich verpackte Kritik geachtet wird.

6. Haltet eure Finanzen im Blick

Wie in den meisten Bereichen des Lebens spielt Geld auch im WG-Leben eine fundamentale Rolle. Am besten, ihr legt eine*n Hauptverantwortliche*n fest, welche*r anfallende Kosten wie Strom, Wasser und Internet zahlt und anschließend den Betrag von den anderen Mitbewohner*innen überwiesen bekommt. Oder man eröffnet ein gemeinsames Konto, um die anfallenden Rechnungen gemeinsam zu zahlen.

Ein weiterer Punkt stellt die Abwesenheit eines Mitglieds dar- hier sollte vorab geklärt werden, ob auch dann die laufenden Kosten gezahlt werden sollen oder nicht.

7. Respektiert gegenseitige Privatsphäre

Auch, wenn man sich eine Wohnung und somit den unmittelbaren Lebensmittelpunkt teilt, gibt es dennoch Bereiche, die eine Person für sich allein beanspruchen darf. Darunter fallen beispielsweise das eigene Zimmer, welches bei fehlender Erlaubnis nicht betreten wird, sowie der private Besitz in Bad oder Kühlschrank. WG bedeutet teilen, aber auch hier sind Grenzen nicht nur erlaubt, sondern elementar für ein angenehmes Miteinander. Schließlich würdest du auch nicht wollen, dass jemand einfach ohne zu Fragen an deine Sachen geht. Und das Klopfen vor dem Eintreten und Fragen, bevor du dir etwas ausleihst, sollten als selbstverständlich erachtet werden.